 | Admin schrieb am 18.12.2008: »Titanic«-Suche war nur eine Deckgeschichte Andreas von Rétyi
Wer kennt sie nicht, die »Titanic« und ihr tragisches Schicksal? Gleich während der Jungfernfahrt sank der mächtige Ozeanliner des US-Bankiers J.P. Morgan nach einem nächtlichen Zusammenstoß mit einem Eisberg. Am 1. September 1985 entdeckte der Amerikaner Robert Duane Ballard dann endlich das Wrack des angeblich unsinkbaren Dampfers. Doch mit dieser Entdeckung verbindet sich noch eine andere, weniger bekannte Geschichte. Am 1. September 1985 gelang dem amerikanischen Ozeanographen Robert D. Ballard die wohl am weitesten publizierte Entdeckung seines Lebens. An jenem Tag sondierte er mit seiner Expeditionsgruppe den Boden des Nordatlantik auf der Suche nach der Titanic, die in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 mit einem Eisberg kollidiert und gesunken war. Jetzt, nach über sieben Jahrzehnten, sahen menschliche Augen erstmal wieder das in der dunklen Tiefsee hervorragend konservierte Wrack.
Bislang glaubte die Welt, jene Suche habe einzig und allein diesem Zweck gedient – endlich den unvergleichlichen Ozeanriesen ausfindig zu machen und vielleicht auch nach Schätzen zu suchen, die die reichen Passagiere bei sich geführt hatten. Doch drangen in den letzten Wochen und Monaten mehr und mehr Details ans Licht, die eine ganz andere Sprache sprechen. Schon im Mai dieses Jahres machten entsprechende Berichte die Runde: Der eigentliche Sinn und Zweck der Expedition sei die Suche nach zwei verschollenen Atom-U-Booten der US Navy gewesen. Kürzlich sprach Robert Ballard in Florida über seine Arbeit und deren eigentliche Hintergründe. Er bestätigte, dass die Fahndung nach der Titanic nichts anderes als eine Deckgeschichte war.
Ballard, dessen Vater Chet Ballard als Chef-Ingenieur des Minuteman-Raketenprogramms fungierte, hält nicht nur eine Professur für Ozeanographie inne. Wie sich jetzt herausstellt, arbeitete er über 30 Jahre lang auch für den Geheimdienst der US-Marine. Sein eigentlicher Auftrag während der »Titanic-Expedition« bestand in der Suche nach den beiden Nuklear-Unterseebooten Thresher und Scorpion. Erstere war 1963 gesunken, letztere 1968. Und beide wurden in der Region der Titanic vermutet. Wie sich herausstellte, liegen sie alle zirka auf einer Linie, die Titanic in der Mitte.
Ballard kann jetzt über seine eigentliche Aufgabe sprechen, denn das Projekt ist seit einigen Monaten deklassifiziert. Die Entdeckung des Ozeandampfers wäre nie möglich gewesen, wäre er irgendwo anders gesunken. Die Erfolgsgeschichte war das Nebenprodukt einer Militäraktion und wurde von der Marine finanziert. Das gesamte Umfeld bildete natürlich eine hervorragende Deckgeschichte für das eigentliche Vorhaben. Und wieder bestätigt sich, wie oft uns schöne Märchen aufgetischt werden, selbst dort, wo wir es kaum vermuten würden.
Wenn heute plötzlich alle geheimen Dossiers preisgegeben würden, wenn plötzlich neue Geschichtsbücher veröffentlicht würden, die nichts als die Wahrheit enthalten, wir würden wohl die Geschichte unserer Welt kaum mehr wieder erkennen! |