 | Admin schrieb am 16.11.2008: Schock für Barack Obama? Was die CIA dem neuen Präsidenten beim ersten Gespräch anvertraute
Es ist bekannt, dass die amerikanischen Geheimdienste einen Tag nach der Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten damit begonnen haben, Barack Obama ihre bestgehüteten Geheimnisse und ihre Sorgen anzuvertrauen. Eine davon übersteigt das Vorstellungsvermögen jedes Durchschnittsbürgers - und Barack Obama muss alles dransetzen, damit aus der Furcht der Dienste nicht Realität wird. Denn das könnte im Ernstfall binnen Sekunden das Ende der Vereinigten Staaten bedeuten.
Aus der Sicht eines Durchschnittsamerikaners warten gewaltige Aufgaben auf den neuen amerikanischen Präsidenten: etwa die Bewältigung der Finanzkrise und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Die Kriege in Afghanistan und im Irak müssen beendet werden, der Rohölpreis soll dennoch auf möglichst niedrigem Niveau stagnieren, Al-Qaida-Chef Bin Laden und seine Gesinnungsgenossen müssen gefasst und abgeurteilt werden – und dann wird es schon irgendwie wieder aufwärts gehen. All das dürfte bei den ersten Gesprächen, in denen Barack Obama von den amerikanischen Diensten über die wichtigsten drohenden Gefahren unterrichtet wurde, nicht einmal ansatzweise eine Rolle gespielt haben. Was den amerikanischen Diensten vielmehr Sorge bereitet, kann man in drei Buchstaben zusammen fassen: EMP.
Wahrscheinlich haben Sie noch nie etwas von EMP gehört. Alle Militärs der Welt behandeln EMP wie ein Staatsgeheimnis. Das österreichische Bundesheer etwa schreibt auf seiner Webseite zu EMP nur zwei Worte: »Elektromagnetischer Impuls«. Ein EMP ist nichts anderes als ein kurzfristiger elektromagnetischer Ausgleichsvorgang. Warum aber haben Militärs und Geheimdienste weitaus mehr Angst vor EMP als vor allen Terrororganisationen der Welt?
Am 9. Juli 1962 haben die Vereinigten Staaten den letzten oberirdischen Kernwaffentest unternommen – die Operation Starfish Prime. Mit einer Rakete des Typs Thor katapultierten die amerikanischen Militärs vom Johnston-Atoll im Pazifik einen Atomsprengkopf in 400 Kilometer Höhe und ließen ihn dort detonieren. Es gab nicht nur spektakuläre polarlichtähnliche Erscheinungen, die man noch in Hawaii sehen konnte – ein elektromagnetischer Impuls legte auch im weiten Umkreis unter der Detonationsstelle alle elektronischen Geräte lahm.
Alle Schiffe, die im weiten Umkreis unter dem Detonationsort im Pazifik fuhren, hatten auf einen Schlag Elektronikschäden, teilweise sogar Totalausfälle. Seither weiß man, dass ein nuklear ausgelöster elektromagnetischer Impuls – in der richtigen Höhe ausgelöst – einen ganzen Kontinent binnen Sekunden in die Steinzeit zurückversetzen kann. Seit einem Jahrzehnt schon warnt die angesehene Federation of American Scientists auf ihrer Webseite unverändert vor den großen Gefahren, die von einer einzigen Transkontinental-Atomrakete mithilfe von EMP ausgehen können, wenn diese nur in der richtigen Höhe gezündet würde. Wie das flächendeckend mit nur einer Zündung auf einem ganzen Kontinent funktioniert, kann man heute im Internet nachlesen. Nicht ein Mensch würde bei der Detonation sofort ums Leben kommen – aber ein ganzer Kontinent säße auf einen Schlag weitgehend im Dunkeln. Es wäre nicht wie bei einem kurzfristigen Stromausfall – nein, die Schäden wären dauerhaft. Von Mexiko bis nach Kanada würde die Elektronik durch Überspannung defekt sein; die Leitungen wären durchgeschmort. Hunderte Millionen Menschen würden auf einen Schlag alles verlieren. Kein Wasserkocher, kein Licht, keine elektronischen Überweisungen, kein Internet, keine Trinkwasserversorgung, keine Operationen mehr in den Krankenhäusern – die Folgen kann man sich kaum vorstellen. Kein Terroranschlag könnte auch nur annähernd große Schäden verursachen – und zwar ohne die geringste Gefahr für den Angreifer.
Im Jahre 2001 hat die amerikanische Regierung eine Kommission damit beauftragt, die Folgen eines EMP-Angriffes aufzuzeigen. Der Bericht liegt der Regierung seit 2004 vor. Und im April 2008 gab es einen Folgebericht. Der Kongress-Abgeordnete Roscoe Bartlett (Maryland) warnt davor, dass ein EMP-Angriff die Vereinigten Staaten auslöschen könne. Dennoch werden die meisten Amerikaner noch nie etwas von EMP gehört haben. Alle kennen Al Qaida und Bin laden, aber was bitte ist EMP?
Nun wurde auch Barack Obama detailliert über die potentielle Gefahr durch EMP unterrichtet. Alle Fachleute sind sich inzwischen einig: gleich mehrere Staaten erproben EMP-Waffen. Eines der Länder, das in diesem Zusammenhang als unberechenbar gilt, ist die Islamische Republik Iran. Führende Militärs und auch ThinkTanks (so etwa die Heritage Foundation) haben Obama über die drohende Gefahr unterrichtet. Niemand kann voraussagen, ob jemals ein solcher Angriff stattfinden wird. Aber sollte es ihn jemals geben, dann wird für mindestens 75 Prozent der Amerikaner für viele Jahre das Licht ausgehen. Der ideale Ort zum Zünden einer alles vernichtenden EMP wäre die Erdatmosphäre über Kansas.
Barack Obama ist noch nicht ins Amt eingeführt – und muss sich schon mit dem amerikanischen Raketenschutzschild befassen, das eben auch die EMP-Gefahr verhindern soll. Raketen statt Glückwünsche – man hätte sich die ersten Tage Obamas sicherlich auch ruhiger vorstellen können.
Hinweis: Es ist bekannt, dass auch Russland und China über die militärischen Möglichkeiten verfügen, thermonuklear EMP zu zünden.
Udo Ulfkotte |